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[Schnappschuss #43]

Donnerstag, 12. März 2015


Ja, ich weiß, eigentlich sind es zwei Bilder. Aber sie passen so gut zueinander. Sie zeigen die "Anthem of the Seas", von der ich ja bereits berichtet habe. Atemberaubendes Schiff aus einer mal etwas anderen Perspektive (bisher habe ich es auf Bildern nur farbenfroh ud schillernd gesehen). Mehr muss ich dazu nicht sagen. 

[Anthem of the Seas]

Dienstag, 10. März 2015


Ich liebe Kreuzfahrtschiffe. Keine Ahnung, seit wann und wieso, aber irgendwas haben diese schwimmenden Kleinstädte an sich, das mich fasziniert. So habe ich also mit Hamburg einen ziemlich perfekten Wohnort für Kreuzfahrtschiffliebhaber gefunden. Und tatsächlich, seit ich in Hamburg wohne, habe ich schon das ein oder andere Kreuzfahrtschiff ein und auslaufen sehen. Aus der Nähe, aus der Ferne, an mir vorbei fahrend, laut hupend, leise schippernd. Nichts neues also. Aber heute bin ich einem Kreuzfahrtschiff, der "Anthem of the Seas" von "Royal Caribbean International", auf eine ganz andere Art und Weise begegnet.
Seit Montag habe ich Urlaub und daher habe ich seit dem Wochenende im Hotel Mama (& Papa) eingenistet. Damit ich mich auch ja nicht langweilen muss, haben wir uns ein paar Aktivitäten  für diese Woche überlegt. Gestern las ich bei Facebook, dass die Meyer Werft in Papenburg, nicht weit entfernt von meiner Ferienunterkunft, wieder mal ein großes Kreuzfahrtschiff verabschiedet. Nun ist es nicht das erste Schiff dieser Art, was sich aus Papenburg über die popelige Ems Richtung Nordsee auf abenteuerliche Weltreise begibt. Dennoch habe ich es bisher nie geschafft, bei einer sog. "Emsüberführung" live dabei zu sein. Also machten wir uns auf meinen Wunsch spontan auf den Weg nach Papenburg. 
Wir spazierten lange um die Meyer Werft herum und bestaunten den Koloss, bis es endlich losging. Laaaaangsam wurde die Anthem rückwärts aus dem "Becken" vor der Werft zur Dockschleuse manövriert und mit Millimeterarbeit hindurchgezogen.   
Was nun so besonders an der Aktion war? Der Anblick. Das Emsland ist klein und es ist nicht alltäglich, dass hier solch ein umgekippter Wolkenkratzer über unseren schnuckeligen Fluss schippert. Der Anblick zum Schluss war einfach nur absurd. Selbst auf dem Heimweg vom Auto aus konnten wir es noch sehen: Ein Kreuzfahrtschiff mitten zwischen Wiesen, Feldern, Schafen und Kühen. Da wirkt der Kahn gleich noch mal ein paar Nummern größer als am Hamburger Hafen.
In dem Sinne, mach es gut, Anthem of the Seas und pass auf die Eisberge auf!









[An der Nordseeküste, am plattdeutschen Strand]

Samstag, 29. Juni 2013

Neulich (also vor ein paar Wochen irgendwann) da war ja mal schönes Wetter. An diesem einen Wochenende, wisst ihr noch? Also dachten wir  (mein Freund, Asta, Andi und ich) uns, wir könnten doch mal schön an die Nordsee nach Sankt Peter Ording fahren. Bestes Wetter, als wir losfuhren, bestes Wetter kurz vor unserer Ankunft. Schietwetter, als wir aus dem Auto stiegen. Es war bedeckt, grau, windig und richtig kalt. Aber das änderte nichts an unserer guten Laune. Wir machten schöne Fotos (vor allem von und mit einem total fotogenen Holzpoller), genossen die Nordseeluft und als wir dann abends zurück in Hamburg waren, gab es für uns dann doch noch Eis und Sonnenschein in der HafenCity (Alle Fotos mit dem iPhone 4 gemacht und mit tadaa bearbeitet).



[Better Together]

Donnerstag, 30. Mai 2013


"Mmhh..it's alaway better when we're togehter!" - Das gilt natürlich für meinen Freund und mich, mit ihm ist immer alles besser, logisch! Oder wenn es um gute Freunde geht. Nichts macht mich glücklicher, als von meinen allerliebsten Menschen umgeben zu sein. Aber jetzt und in diesem Moment wäre ich gerne "together" mit wem anders. Oder mit etwas anderem? Also, was ich meine: Ich wäre jetzt gerne an einem Strand an der Nordsee. Idealerweise mit Sonnenschein. So richtig heiß muss es gar nicht sein, Hauptsache ein paar Strahlen, zusammen mit dem Rauschen der Wellen und dem Sand, den man, hartnäckig, wie er ist, auch noch lange danach in seinen Schuhen oder zwischen den Zehen hat (Das eiskaltes Bier trinkt man natürlich nur, wenn man es laut Jugendschutzgesetzt schon trinken darf. Und es gibt selbstverständlich auch noch andere Marken wie Krombacher, Veltins, Astra, Clausthaler alkoholfrei und für die jüngeren ein leckeres Vitamalz).
Aber wenn ich so darüber nachdenke, über den Strand, die Nordsee und daran, wann wir zum letzten Mal "together" waren, dann fällt mir ein: Ich war ja nicht allein dort, sondern mit meinem Freund und sehr, sehr tollen Freunden. Ja, so schließt sich der Kreis. Better together
Es wird Zeit für's Bett, Leute. Ich werde mich jetzt noch eine Runde fremdschämen (Meeeedchen, ich glaub, ich wisst was ich meine, wird auch einfach nicht besser - von Jahr zu Jahr peinlicher) und dann heißt es: Noch mal schnell an den schönen Urlaub in Dänemark denken, Augen zu und "And all of these moments just might find their way into my dreams tonight". 


PS: Ich nehme keine Drogen, ich brauch einfach nur ganz nötig Wochenende (und wehe, es kommt mir jetzt einer mit Feiertag, denn für so nen Luxus wohn ich leider im falschen Bundesland!)

[Lyrics aus dem Song "Better Together" von Jack Johnson, ganz besonders toll in der Rhythms del Mundo-Version]

[Auszeiten müssen auch mal sein]

Sonntag, 21. April 2013

Neulich habe ich mir mal eine kleine Auszeit gegönnt und bin mit ein paar Freunden in ein kleines Ferienhaus an der dänischen Nordseeküste geflohen. Wir hatten zwar nicht das beste Wetter, aber das brauchten wir auch nicht, um unseren Spaß zu haben. Es tat uns allen mal gut, morgens in aller Ruhe zu frühstücken und keine Termine zu haben. Einfach in den Tag hinein leben. Hin und wieder wurde das Wetter dann doch mal besser, so dass ich beim Wikinger-Schach am Strand tatsächlich begann zu schwitzen (naja könnte auch daran liegen, dass die Jungs es uns nicht leicht gemacht haben). Highlight waren aber die Delfine oder kleinen Wale (war aus der Entfernung nicht genau zu sehen) und die Robbe, die wir in der Abenddämmerung im Meer beobachten konnten. Sau romäntisch! Wer genau hinsieht, der erkennt im oberen Bild rechts unterm Horizont einen schwarzen Delfin/Wal-Fleck. Leider ist es mir nicht geglückt, mit meinem Handy bessere Fotos von ihnen einzufangen. Aber trotzdem konnte ich ein paar nette Schnappschüsse machen und die will ich euch nicht vorenthalten. Alle mit meinem iPhone 4 gemacht und mit der sensationellen App tadaa bearbeitet. 
Ach, übrigens: Von jetzt an könnt ihr meine "Urlaubsschnappschüsse", die ich mit dem Handy mache, auf meinem neuen tumblr "ANNIE WAITS AROUND THE WORLD" ansehen. Ja, ich habe mich mal an tumblr heran gewagt. Vielleicht schiebe ich auch meine Herzen auch bald auf eine extra Tumblr-Seite. Oh, neue Herzen habe ich auch bald für euch.


PS: Ihr habt ja noch ein wenig Zeit, aber ich wollte euch noch kurz an das Projekt Mixtape und das Thema des Monats, Frühlingsgefühle, erinnern. Ein paar von euch haben schon über ihre Frühlingssongs geschrieben und mein Betrag folgt auch bald, in den nächsten Tagen!

[Schnappschuss #32]

Montag, 1. April 2013

Ich bin dann mal eben weg, Hogwarts ruft! - Naja nicht ganz, aber so in ähnlich: Eigentlich sollte jetzt hier der zusammenfassende Post für das Projekt Mixtape März erscheinen, aber ich habe im Moment sehr viel um die Ohren, so dass ich es nicht pünktlich schaffen werde, sorry dafür. Solange der Post noch nicht erschienen ist, könnt ihr also noch mitmachen. 
Ich hoffe, ihr hattet ein schönes Osterwochenende. Habt einen schönen Tag in die Woche.

[Schnappschuss #29]

Mittwoch, 30. Januar 2013

Das Bild schreit nur so "Hallo, seht her, ich bin ein Touri in London!" und wisst ihr was? Mir doch egal, denn Fotos dieser Art mussten einfach sein. Perfekter kann ein London-Touri-Foto sind sein. In einer roten Telefonzelle, der Big Ben im Hintergrund und selbst ne kleine Ecke von einem roten Doppeldeckerbus ist zu sehen. Ich hatte ein paar schöne Tage und vielleicht komm ich am Wochenende ja mal dazu, hier ein bisschen drüber zu berichten. Morgen gibt's aber erst einmal eure Beiträge zum Projekt Mixtape, es haben echt viele mitgemacht. Mehr als ich erwartet hätte!! (Wer noch mitmachen will: Haut in die Tasten und hinterlasst mir den Link zum Beitrag hier!)

["Hallo, warten Sie auf jemanden?"]

Samstag, 19. Januar 2013

(Vorweg: Diesen Beitrag ordne ich einfach mal in die Kategorie FSK 16 ein. Und sagt mir nicht, ich hätte euch nicht gewarnt, meine lieben U16-LeserInnen)

Menschen gibt’s, die gibt’s gar nicht!“, das denke ich mir in letzter Zeit immer häufiger. Ich fahre aufgrund meiner Fernbeziehung viel Bahn, und in Zügen oder an Bahnhöfen begegnet man einfach den seltsamsten Menschen. Heute hatte ich mal wieder eine solche Begegnung, bei der man sich hinterher paranoid umsieht und die versteckten Kameras, oder einer gewissen Ähnlichkeit mit Simon Gosejohann sucht. Aber fangen wir mal von Vorne an:

Auf meinem Weg von Hamburg in die Heimat muss ich in Bremen umsteigen. In Bremen habe ich dann immer eine halbe Stunde, bis mein Anschlusszug fährt. Also hole ich mir meistens einen Kaffee oder einen Snack und warte dann eine Weile in der Eingangshalle unter der Anzeigetafel, weil es mir im Winter zu kalt ist, am Gleis herumzustehen. So auch heute. Alles gut, bis plötzlich ein älterer Herr auf mich zukam und mich ansprach. Er sah ein wenig verwahrlost und verwirrt aus. Alte Klamotten, wenig Zähne im Mund, Löcher in den Schuhen. Da in meiner Diplompädagogenbrust ein soziales Herz schlägt, dachte ich, „Der arme Opa braucht Hilfe!“ und zog mir die Musik aus den Ohren. Größter Fehler des Monats!

Er: „Hallo, warten sie auf jemanden?
Ich: „Ja, auf meinen Zug!
(Kurze Pause – ich wartete auf die Bitte um Hife bei was-auch-immer.)
Er: „Wollen Sie nicht mit mir in ein Hotel gehen?
Ich: „Was?(Ich dachte für eine Millisekunde, er könne sein Hotel nicht finden, bis er weiter redete...)
Er: „Ich würde Sie lecken, kostet auch nur 100€! Sie würden mindestens 10 Mal kommen!
Ich (nach den versteckten Kameras suchend, eine Ähnlichkeit mit Simon Gosejohann war definitiv von Anfang an auszuschließen!): „Ähm, nein danke!
Er: (fing an zu reden und ließ mich nicht zu Wort kommen): „Frauen müssen immer gut befriedigt werden! Sind sie verheiratet? Nein, oder? Heiraten Sie bloß nicht!! Sobald sie verheiratet sind, kommt ihr Mann nur noch einmal im Jahr an und will Sex mit ihnen. Und dann geht’s rein, raus und er dreht sich um und schnarcht. Das geht so nicht, eine Frau muss mindestens eine Stunde befriedigt werden und mehrmals zum Orgasmus kommen, bevor der Mann, sie wissen schon, abspritzt!

Widersprechen wollte ich ihm jetzt nicht direkt. Aber wenn ich über so was rede, dann mit meinen Freundinnen bei einem Glas Wein oder Sekt auf einer unerer Pyji-Partys, und nicht morgens in der Bahnhofseingangshalle des Bremer Hauptbahnhofs mit einem fremden, alten Mann, bei dessen Anblick ich an alles Mögliche, aber beim besten Willen nicht an multiple Orgasmen, denken kann!
Er warf ein paar Körner auf den Boden und die Tauben kamen angerannt. „Okay, ich geh dann mal, ich hasse Tauben!“ sagte ich und flitzte mit Sack und Pack los. Scheiß auf die Kälte am Gleis. Lieber frieren, als mit der Gammel-Opa-Version von Charlotte Roche über Feuchtgebiete zu quatschen.

Wer jetzt denkt, das wär’s schon gewesen, der hat sich geschnitten. Ich war gerade dabei, meinem Freund eine SMS zu schreiben, über das, was sich soeben abgespielt hatte, da sah ich aus dem Augenwinkel jemanden auf mich zukommen. The Return of Opa Roche. „Das darf doch nicht wahr sein!“, dachte ich. Ich hatte noch nicht einmal meine Musik zurück in die Ohren gestöpselt. Wenn ich höre, was mir jemand erzählt, bin ich nicht mehr so gut im Ignorieren. Here we go again!

Er: „Wollen Sie nach Emden?
Ich: „Nein!
Er: „Aber nach Leer, oder?
Ich: „Nein!(absolut gelogen!)
Er: „Also ich fahre nach Leer... [Verdammt!]...und von da aus weiter nach Holland. Nach Groningen, kennen Sie Groningen?
Ich: „Ja.
Er: „Würden Sie mir ihre Adresse geben? Dann kann ich Ihnen Briefe aus Holland schicken!
Ich: „Nein!?!
Er: „Wieso nicht?
Ich: „Wieso sollte ich Ihnen meine Adresse geben?
Er: „Weil Sie ein netter Mensch sind!
Ich: „Woher wollen Sie das wissen? Sie kennen mich doch gar nicht!
Er: „An Ihrem Aussehen erkenn ich das, Sie sehen nett aus!
Ich (zunehmend unfreundlicher und lauter): „Na und? Das hat doch rein gar nichts zu sagen. Woher wollen Sie wissen, dass ich kein riesen Arschloch bin?! Das können sie anhand meines Aussehens nicht beurteilen.
Er (unbeeindruckt von meiner Arroganz, wechselt aus dem Nichts heraus abrupt das Thema): „Würden Sie einen Moslem heiraten?
Ich (überrumpelt vom Themenwechsel): „Warum nicht, wenn man verliebt ist!?
Er (Rede des Tages – Teil 2): „Machen Sie das bloß niemals! Erst sind die nett und tragen Sie auf Händen, dann sind sie verheiratet und er verschleppt Sie in seine Heimat, nach Marokko. Da haben Sie dann rein gar nichts mehr zu sagen, werden von ihm vergewaltigt und geschlagen und zur Hure gemacht! Aber Sie sind eine weiße Hure und weiße Huren sind da der letzte Abschaum. Dann werden Sie von den anderen Huren gemobbt. Und irgendwann sind Sie so kaputt und unter Drogen gesetzt, dass Sie zur lesbischen, weißen Hure gemacht werden. Und dann machen Sie das freiwillig, weil Sie da ja eh nicht mehr rauskommen. Und Sie können sich nicht einmal umbringen, weil sie Tag und Nacht unter Beobachtung stehen!
Ich (sichtlich genervt): „Na dann kann ich ja froh sein, dass mein Freund kein Moslem ist!
Er (Meister der Themenwechsel): „Sie müssen nicht so weit, Sie steigen sicher in Delmenhorst aus, oder?
Ich: „Jap.(wieder gelogen!)

Dann redete er noch ein wenig über Delmenhorst und wie er dort mal eine Wohnung gesucht und gefunden hat und wie schön günstig es dort ja sei „In Hamburg würde ich dafür mindestens 700€ zahlen!“, aber ich hörte ihm nicht mehr wirklich zu. Ich bereitete mich innerlich auf meine Flucht vor, denn der Zug fuhr ein. Mit einem kurzen „Tschüß!“ verabschiedete ich mich von ihm und rannte ein paar Meter den Bahnsteig hinunter, um bloß an einer anderen Stelle einzusteigen, als er. „War mir eine Freunde!“, hörte ich ihn noch rufen und weg war ich.

Jetzt sitze ich im Zug von Bremen nach Leer mit dem Wissen, dass der seltsame Opa auch hier irgendwo hockt. Ich kann nur hoffen, dass er mich in Leer nicht wiederfindet, denn ich habe dort über 50 Minuten Aufenthalt, super Potential für weitere Horrorgeschichten über Ehe und die Befriedigung der Frau, die ich nicht hören will. Falls das der Fall sein sollte, dann gibt’s bestimmt noch nen Nachtrag.

Bis dahin frage ich mich ne Runde, ob ich die Begegnung gruselig oder unterhaltsam finden soll. Und was lerne ich daraus? Niemals heiraten, vor allem keinen Moslem. Und wenn mich das nächste mal jemand fragt, ob ich auf jemanden warte, dann sollte ich direkt sagen "Ja, auf meinen Ehemann. Der ist Moslem und verschleppt mich gleich in seine Heimat, nach Marokko, um mich zu einer weißen, gemobbten, lesbischen Hure zu machen!"
Naja immerhin war er höflich und hat mich gesiezt. Menschen gibt’s...

[Schnappschuss #24]

Dienstag, 16. Oktober 2012

Letztes Wochenende war ich auf meiner Lieblingsinsel Borkum. Früher bin ich da oft mit meiner Familie gewesen. Wir haben dort immer Urlaub gemacht, da ich mich an der Nordsee immer etwas von den Allergien und Asthma erholen konnte. Die Seeluft tat mir also mal wieder sehr gut, auch wenn ich keine Zeit zum entspannen hatte, weil wir die Insel mit 21 Kindern besucht haben. Ja, ich mag meinen neuen Job sehr (nicht nur, weil er mich nach Borkum bringt!). Ansonsten ist alles in bester Ordnung. Mein Alltag in Hamburg nimmt Gestalt an. 

[Neue Heimat]

Dienstag, 11. September 2012

[Foto mit der Hilfe von Andi]

Habt ihr heute auch davon gehört, dass in Hamburg die Glücklichsten Menschen Deutschlands wohnen sollen? Ich bin gerne glücklich und deswegen habe ich mir mal gedacht, dass ich Hamburgerin werden sollte und mich entschieden, so schnell wie möglich dort eine Wohnung zu suchen. Na gut, das ist eher ein Zufall und nicht der wahre Grund. Tatsächlich habe ich es mit einer guten Portion Glück und/oder perfektem Timing geschafft, gleich zu Beginn meiner Bewerbungsphase mit meinem ersten Bewerbungsgespräch eine Stelle zu finden. Das ging alles sehr schnell und unerwartet und nun heißt es Wohnung suchen (und möglichst auch finden) und darauf einstellen, dass ich sehr bald das gemütliche Hotel Mama (& Papa) wieder verlassen werde.
Aber ich freue mich sehr auf die tolle Stadt, den neuen Job, die lieben Menschen, die ich dort bereits kenne und dass es so schnell geklappt hat mit der Job-Suche.

[Schnappschuss #22]

Samstag, 18. August 2012

Das letzte Wochenende habe ich in Hamburg bei Asta und Andi verbracht. Dass die beiden total Foto-verrückt sind, ist kein großes Geheimnis. Sie haben mich angesteckt. Für das Wochenende haben sie mir ihre Sony NEX zur Verfügung gestellt (ich hab ja seit etwa einem Jahr nur noch mein Handy als "Kamera"), mit der ich ein bisschen rumprobieren konnte.
Jetzt brauch ich noch ein vernünftiges Bearbeitungsprogramm. Was könntet ihr mit da empfehlen? Was nutzt ihr? 

[Hurricane 2012...und so weiter]

Donnerstag, 12. Juli 2012


Mit Schrecken muss ich feststellen, dass ich schon seit über zwei Wochen zurück bin vom Hurricane - und seit einer zurück aus Prag. Ich würde ja jetzt in die Ecke stellen und mich ne Runde schämen, aber erstens würde das noch mehr kostbare Zeit in Anspruch nehmen, die ich lieber für die Berichte nutzen sollte und zweitens kann ich die Verzögerung rechtfertigen, denn ich musste wichtige Dinge erledigen. So hab ich z.B. meinen Bewerbungsprozess vorbereitet (Lebenslauf zusammengestellt, Referenzen kopiert, Bewerbungsfotos machen lassen und und und). Außerdem musste mein Zimmer gestern unbedingt aufgeräumt werden, denn ich hatte schon quasi 3 Kleiderschränke: Meine Reisetasche und der Boden drumherum (noch vom Prag-Wochenende), meine Couch und mein eigentlicher Kleiderschrank. Hört sich an, als hätte ich zu viele Klamotten und wüsste nicht, wohin damit, oder? Denkste, schön wär's! Ich dachte mir, ich finde vielleicht den einen bestimmten schwarzen Pulli oder das dunkelblaue Tanktop schneller wieder, wenn ich meine Kleidungsstücke, statt sie ordentlich gefaltet und sortiert im Schrank zu stapeln, lieber so breitflächig wie möglich in meinem Zimmer zu verteilen. Lasst euch eins gesagt sein: Bringt rein gar nichts! Als ich neulich aus der Dusche kam, musste ich feststellen, dass ich aus dem Klamottenteppich statt des einen bestimmten schwarzen Pullis einen ebenfalls schwarzen Schlauchschal gefischt hatte. Meine Mutter musterte mich leicht verwirrt, als ich mit dem zum Top umfunktionierten Schal aus dem Bad in Richtung Schlafzimmer tapste. "Aha...trägt man das heut so?".
Aber Bewerbungsgedöns und das neue Kleiderschrankkonzept waren nicht die einzigen Dinge, die mich beschäftigt haben. Ich musste neu erlernen, wie man soziale Kontakte zu den sog. Freunden pflegt (wusste gar nicht mehr richtig wie das geht - aber dass es viel Kaffee, das ein oder andere alkoholische Getränk und Klatsch & Tratsch beinhaltet, daran konnte ich mich schnell wieder erinnern). Mal wieder die Serie Roswell bei Episode 1 anfangen, oh und Türkisch für Anfänger hatte ich auch schon länger nicht gesehen. Dann musste ich noch sehr viel Schlaf nachholen. Ach, und Angry Birds spielen! Ihr seht, mein Leben ist nicht leicht. So viel um die Ohren zu haben, das stresst gewaltig!

Was hat das ganze jetzt mit dem Hurricane zu tun? Richtig, nicht das Geringste! Lange habe ich überlegt, was ich über das Festival schreiben könnte. Wen ich alles schon gesehen habe und wer meine Highlight-Auftritte hingelegt hat, davon habe ich ja schon kurz berichtet:

-FREITAG-
The XX waren mal wieder atemberaubend und der Bass bereitete eine Ganzkörpergänsehaut. Als sie die ersten Takte von "Shelter", einem besonders ruhigen Song, spielten, brach das Publikum in einen gemeinschaftlichen Jubelschrei aus, da auf der Leinwand das 1:0 der deutschen Nationalmannschaft im Viertelfinale gegen Griechenland angezeigt wurde. Sie unterbrachen den Song, ließen uns mit den Worten "Well done, Germany!" eine runde feiern und spielten dann weiter, nachdem sie sich bedankten, dass wir trotz des Spiels zu zahlreich erschienen waren.
Die Fußballparty ging dann in der zweiten Halbzeit bei Sportfreunde Stiller weiter. Wir platzierten uns, clever wie wir sind, direkt hinter einem Jack Daniels-Stand, in dem ein Fernseher hing, auf dem das Spiel übertragen wurde. Dass die Sportfreunde Stiller selbst große Fußballfans sind, muss ich hier sicherlich nicht großartig erklären. Ihr könnt euch also die Party vorstellen, die wir mit ihnen feierten, bei einem Endergebnis von 4:2.

-SAMSTAG-
Mein Highlight Nummer 1 war Florence + the Machine. In der wunderschönen Abendsonne hüpfte die fröhliche Rothaarige mit einer ansteckenden Leichtigkeit über die Bühne und trällerte ihre Lieder. Klingt kitschig, war es auch ein kleines Bisschen. Bei dem Song "Shake it Out" -muss ich an dieser Stelle mal gesehen- kamen mir dann tatsächlich die Tränen. Boohoo, Heulsuse!? Von mir aus, aber mit dem Song verbinde ich meine da gerade mal wenige Tage alte Freiheit von der Last und dem Druck meiner Diplomarbeit. Außerdem hörte ich das Lied, während ich mein Meisterwerk abgegeben bzw. in den Fristenkasten geworfen habe. Das Lied werde ich mein Leben lang mit meiner Diplomarbeits-Endphase und der Erlösung durch die Abgabe verbinden. 

-SONNTAG-
Schietwetter! Hat mich aber keineswegs abgeschreckt. Leider ging es so auch sehr vielen anderen Menschen, die -wie ich- gerne Kraftklub sehen wollten. So musste ich mir die Band von gaaanz weit hinten ansehen. Ich verstehe bis heute nicht, wie man eine so dermaßen gehypte Band wie Kraftklub auf der kleinsten der drei offenen Bühnen spielen lassen kann!?! Zum Glück habe ich die Jungs schon im Dezember als spontan eingesprungene Vorband bei Casper gesehen, denn im Regen zu stehen und ein Gemisch aus Kraftklub von der Red Stage und K.I.Z. von der Blue Stage zu hören, war nicht so optimal.
Danach war das Gedränge groß. Viele wollten aus dem Bereich vor der Bühne weg, wir -und viele andere- wollten rein, um uns Boy anzusehen. Gelang uns irgendwann und Boy waren so süß und bezaubernd, dass man den Kraftklub-Ärger und den prasselnden Regen sofort vergaß.
Ich blieb ununterbrochen im Regen, der sich zwischendurch mal ne kleine Pause gönnte, auf dem Festivalgelänge und schaute mir auch den letzten Auftritt, nämlich die Ärzte an. Bisher hatte ich sie noch nie live gesehen. Und auch wenn ich sie eher nur auf Partys höre, als in meiner Freizeit, wollte ich die selbst ernannte beste Band der Welt unbedingt mal sehen. Und es hat sich absolut gelohnt. Ich habe kein Lied vermisst, habe im Matsch mit fremden Menschen getanzt, über die K.I.Z.-Witze gelacht und überhaupt eine Menge Spaß gehabt!

Für alles, was sonst noch so war, habe ich natürlich ein paar Fotos. Es war fast, als hätte ich eine Einwegkamera dabei. Durch mein (noch immer!) gebrochenes Display konnte ich erst zu Hause am Computer sehen, wie bzw. ob die Bilder überhaupt was geworden sind. "Schön" ist sicherlich anders, aber immerhin ein paar nette Erinnerungen.

[1 & 2] Florence + The Machine
 [3] My Morning Jacket
[4] The XX 
[5] Das "White Stage"-Zelt 
[6] Ein Sprung kostete 60€ - Der Amerikaner Sam, der mit seiner Frau Michelle bei uns gecampt hat, hat's gewagt!
[7] Asta hat uns Mädels mit ihrem Haar-Styling beeindruckt. Total easy und schnell zauberte sie mit einem Haarband diese süße und praktische Frisur. 
[8] mit meinen Party-Mädels Nina & Uti
[9] Wichtig: Immer viel Wasser mit auf's Festivalgelänge nehmen, damit man auch lange durchhält und ausnahmsweise mal nicht im Sani-Zelt landet ;)
[10] Da war jemand kreativ. Hihihi...."so süß"! 
[11] Wo man sonst aufgrund einer riesigen Staubwolke den Schal vors Gesicht halten musste, gabs dann am Sonntag zur Abwechslung mal Matsch

Nächstes Jahr wieder!

[Schnappschuss #21]

Montag, 2. Juli 2012

Liebe Grüße aus Prag! Habe ein paar anstrengende aber sehr schöne und lustige Tage hinter mir. Heute Abend geht's noch auf das Pearl Jam Konzert in der o2-Arena und morgen dann wieder in die Heimat. Dann gibt's nen ausführlichen Bericht über diesen Kurztrip und auch noch über's Hurricane. Ich wünsche euch allen nen guten Start in die Woche.

[Frankfurt am Main]

Donnerstag, 5. April 2012


Am vergangenen Freitag hatte mein Freund einen beruflichen Termin in der Nähe von Frankfurt am Main, also nutzten wir die Gelegenheit, und verbrachten das Wochenende bei lieben Freunden, die in Frankfurt wohnen. Es war mein erstes Mal in dort, deswegen war ich vorher auch ganz gespannt. Das Wochenende war die perfekte Mischung aus: Road Trip, Sightseeing, Shopping, Party, Tanzen, Erholung, Museumsbesuch, Essen, Kartenspielen (Phase 10!!), DVD gucken, Live-Musik von der "Unser Star für Baku"-Drittplatzierten Yana Gercke mit ihrer Band und Spazieren am Main-Ufer. 
Ihr seht ein paar Eindrücke auf den (Handy-)Fotos:


[I want to be a part of it: New York, New York]

Freitag, 10. Februar 2012

 "In New York,
concrete jungle where dreams are made of.
There's nothing you can't do,
now you're in New York.
These streets will make you feel brand new,
the lights will inspire you.
Let's hear it for New York, 
New York, New York."

Jeder kennt sie, Musiker singen über sie, Film- und Seriencharaktere leben in ihr, Touristen -en sie, und über 8.000.000 bewohnen sie: 

"Die Stadt, die niemals schläft":
New York City!

Dank meines Au Pair Jahrs hatte ich mehrmals die Gelegenheit, nach NYC zu reisen und mir meinen eigenen Eindruck, fern von Liedern, Geschichten, Filmen und TV-Serien, zu dieser Stadt zu bilden. Aber ganz besonders war meine allererste Begegnung mit der Stadt:
In NYC begann mein Au Pair Jahr, als ich im August 2005 in den USA landete (Na gut, um genau zu sein in New Jersey am Newark Airport, aber wir sahen diese unfassbar hohen Häuser und es war das erste, was wir sahen wahrnahmen). Bevor wir in unsere Gastfamilien kamen, waren wir für 5 Tage in der Cultural Care Au Pair Training School auf Long Island untergebracht. Zu unserem Aufenthalt gehörte nicht nur eine Art Vorbereitungsunterricht für das Leben als Au Pair, sondern auch ein kleiner Ausflug nach NYC. Niemals im Leben werde ich vergessen, wie ich mich gefühlt habe, als ich meinen ersten Schritt aus dem Bus auf den Bürgersteig in den Straßen von NYC machte. Kribbeln im Bauch, weiche Knie, dann der Wechseln von kalter Klimaanlagenluft im Bus, raus in die Hitze des New Yorker Sommers (Dass mein Kreislauf das überhaupt mitgemacht hat, überrascht mich im Nachhinein). Der Geruch von Abenteuer (gut , der ein oder andere würde es eher "Gestank" nennen, aber so nahm es in dem Moment keiner in unserer Au Pair Gruppe wahr). Es ist schwer zu beschreiben, aber es war einmalig. Plötzlich war man mitten in der Stadt, die man aus so vielen Filmen und Serien, von so vielen Fotos und Erzählungen kannte. Mittendrin! Und dann diese hohen Häuser, das hatte ich kleines Mädchen aus Kaffhausen vorher noch nie gesehen (Nach diesem Kurztrip hatte ich Nackenschmerzen vom "Hochgucken")!! Reizüberflutung der allerbesten Art!

An diesem atemberaubenden und spannenden Ort in den USA habe ich viel gesehen und erlebt: Die typischen Sehenswürdigkeiten (Empire State Building, Statue of Liberty, Rockefeller Center,  Grand Central Station, United Nations Headquarters, Wall St., Times Square, Broadway, 5th Ave, und und und...) besichtigt,  I ♥ NY - Shirts (und Schlüsselanhänger, Magneten, eine Tasse, ...) gekauft, Broadway Shows angesehen, die New York Knicks angefeuert, mir am Times Square vom "Naked Cowboy" an den Hintern grapschen lassen, Eislaufen auf der Eisfläche beim Rockefeller Center gewesen, sprachlos am Ground Zero gestanden und auf die Trümmer herab geblickt, Promis gesichtet, Filmsets gesehen, im Central Park entspannt, mich in China Town an meine Handtasche geklammert.
Und auch, wenn ich schon so viel gesehen und erlebt habe, habe ich nicht ansatzweise das Gefühl mit der Stadt "durch" zu sein. Es gibt noch so viele Dinge, die ich noch machen will und Orte in dieser Stadt, die ich noch sehen will. Und je mehr ich über NYC nachdenke und davon schwärme, desto schlimmer wird mein Fernweh! (Oder Heimweh? Ich kann mich nie entscheiden, da die USA für mich eine zweite Heimat ist.)

Daher versuche ich jetzt mein Glück bei der Aktion "Werde Reisereporter" von Thomas Cook (Danke Isy, dass du mich durch deinen Beitrag an die Aktion erinnert hast, ich hatte sie bereits wieder vergessen!), denn wie heißt es doch so schön, "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!". Man kann sich dort ein Wunschziel aus einer kleinen, aber feinen Auswahl aussuchen und ich habe mich für das Urlaubsland USA und den Urlaubsort New York City entschieden. Also drückt mir bitte ganz fest die Daumen, dass ich einen Reisegutschein im Wert von 1000€ gewinne. Der Gewinn würde mir eine Reise in diese faszinierende Stadt um einige Meilen näher bringen. Und ich kann mir nichts schöneres vorstellen, mich mit solch einer Reise für meine (bald irgendwann) fertige Diplomarbeit zu belohnen.


- Fotos der Collagen sind entstanden im August 2005, Februar 2006, April 2006 und Sommer 2007

[London 2011 - Madame Tussauds]

Donnerstag, 19. Januar 2012

Okay, ich gebe zu, meine London Reise ist nun schon eine Weile her (lang genug, dass ich gerade wieder direkt in den Flieger steigen könnte. ich liebe diese Stadt einfach!). Aber ich gebe mir jetzt Mühe, die restlichen Fotos nachzuliefern. 
Heute gibt es eine Auswahl von Schnappschüssen aus dem Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds. Wenn ich ehrlich bin, war ich nicht besonders scharf darauf, mir den Laden anzusehen, denn ich stellte es mir ziemlich langweilig und ätzend vor. Aber da Kinder und Jugendliche unter 16 Jahre eine Begleitperson benötigen, und ich dort ja als Betreuerin einer Jugendreisegruppe war, hatte ich keine andere Wahl, denn ein Mädchen unter den Teilnehmern, die sich für Madame Tussauds angemeldet hatten, war erst 15 Jahre alt. Die Betreuerin der anderen Gruppe, die mit uns diese Reise unternahm, begleitete mich (und ihre u16-Teilnehmer).

Da es schon relativ später Nachmittag war, mussten wir nicht lange anstehen. Wir mussten in Eile die Tickets der Teilnehmer einsammeln und sie dem netten jungen Mann an der Kasse geben, der diese in andere Tickets umwandeln musste (kein Mensch weiß, wieso). Doch plötzlich fehlte uns eine Eintrittkarte (Ein urkomischer Teilnehmer gab uns sein Ticket vom London Eye, die zum verwechseln ähnlich aussahen und natürlich wollte es keiner zugeben). Die einzige Lösung des Problems: Einer von uns Betreuern würde draußen bleiben müssen. Ich hatte ja eh keine große Lust und wollte gerade freiwillig "zurücktreten", als eine Lehrerin der deutschen Schulklasse, die hinter uns in der Schlange wartete, auf mich zu kam: "Entschuldigen Sie, ich habe Ihr kleines Problem mitbekommen. Nehmen Sie doch diese Karte. Sie gehört einem meiner Schüler, der Mist gebaut hat und nun als Strafe nicht mehr mit hinein darf!" Auch wenn ich gern freiwillig verzichtet hätte, diese Frau war so nett, dass ich es nicht über's Herz brachte, ihr Angebot abzulehnen. Ich nahm also die Karte, bedankte mich bei ihr und begab mich mit den Teilnehmern in's Innere.

Als wir in den ersten Raum, "A-List", kamen (die Räume waren nach Themen unterteilt) und ich auf einen mir irgendwie bekannten Mann zulief, blieb mir doch für eine Sekunde das Herz stehen und ich fragte mich "Whoa, was macht John Travolta hier!?". Mich überrasche es, wie viele Figuren richtig echt aussahen. Bei manchen wunderte ich mich sehr darüber, wie groß bzw. klein sie in Realität sind. Und ihr kennt doch J.Lo (Jennifer Po..Lopez), oder? Also ich weiß ja nicht, da stand sie in (angeblichen) Originalmaßen neben mir, mein Blick wanderte hin und her zwischen ihrem Gesäß und meinem (muss urkomisch ausgehen haben) und alles was ich dachte, war "Oh man...MEIN Po ist gigantisch!".

Meine Lieblingswachsfigur war allerdings kein Promi, sondern eine Frau mit einer Kamera in der Hand, die eine der Wachsfiguten (ich glaube, Bruce Willis) knipste. Da ich auch ein schönes Foto Bruce (?) machen wollte, stellte ich mich geduldig neben sie, um zu warten, dass sie fertig wird und ich ihren Platz einnehmen könnte. Nur irgendwie wollte sie einfach nicht gehen! Irgendwann kam es mir komisch vor, dass sie so lange so ruhig in ihrer Position verharren konnte...bis mir plötzlich klar wurde, warum sie sich keinen Zentimeter bewegte. Ich begann so hysterisch zu lachen, dass ich beinahe einen Asthmaanfall bekam. Aber nicht nur ich lachte, nein, alle um mich herum auch. Manche lachten mit mir, weil sie es auch nicht erkannt hatten, die meisten aber lachten mich aus, schätze ich. Und es würde mich nicht wundern, wenn der ein oder andere Besucher ein Video von diesem "Awkward Moment" gemacht hätte und es irgendwo bei YouTube rumgeistert (wenn es jemand finden sollte, ich will's nicht sehen!). Naja spätestens jetzt hatte ich Spaß an der ganzen Wachsfigurensache gefunden.

Ein Gruselkabinett gab es auch (Nein, es handelte sich hierbei nicht um den Bereich für Schönheits-OP-Unfälle!). Dort wurde man durch einen dunklen Raum mit engen Gängen geschickt. Man wusste nicht, wohin man geführt werden würde und was man erwarten sollte, aber die Schreie, die man bereits im Wartebereich hören konnte, ließen einiges erahnen. Ich hatte die Buchsen voll! (Wer mich kennt, der weiß, dass ich sehr schreckhaft bin!) Zum Glück war ich ja mit der anderen Betreuerin unterwegs und wir hatten tatsächlich den Spaß unseres Lebens, während wir durch die dunklen Gänge wanderten (rannten trifft es eher) und von dunklen Gestalten ange-"buh!"-t wurden. Wir haben geschrien und gelacht zur gleichen Zeit, uns aneinander geklammert und fast einen der dunklen Gestalten eine blutige Nase verpasst (O-Ton: "Die sagen einem, man fliegt sofort raus wenn man die anpackt?! Aber was soll ich denn machen, wenn die mir direkt vor die Füße springen oder versuchen, mir ins Ohr zu pusten, während ich mir beide mit den Händen zuhalte!?").

Es hat sich also absulut gelohnt. Falls jemand von euch demnächst mal nach London fährt/fliegt, kann ich euch noch folgenden Tipp geben: Es gibt Kombitickets, bei denen man Eintrittspreise ermäßigt bekommt. Beispielsweise ein Kombiticket, welches die Eintrittspreise vom London Eye und Madame Tussauds beinhaltet.

So und zuletzt jetzt noch eine kleine Auswahl an Bildern, die wir geknipst haben: Spaß mit den Beatles, langweiliges Praktikum im Oval Office, die Erkenntnis, dass Robbie Williams rein gar nichts in der Hose hat und Nicole Kidman (rein größentechnisch) hätte Hagrid spielen können.