[Summer Roberts meets Gilmore Girls]

Donnerstag, 12. April 2012

"Hart of Dixie" - NYC-Summer Roberts meets Gilmore Girls in Sweet Home Alabama. 

Ich bin ein sehr großer Serienjunky, der leider viel zu viele Serien regelmäßig guckt (dank der DA häng ich bei einigen etwas hinterher).  Heute möchte ich euch mal eine TV-Serie empfehlen, in die ich mich in den letzten Wochen und Monaten ein bisschen (im wahrsten Sinne des Wortes!) "verguckt" habe. 
Sie heißt "Hart of Dixie" und meiner Einschätzung nach, dürfte die Serie in erster Linie die weibliche Fraktion der Serienjunkies ansprechen. Aber auch für die Männer etwas dabei ist: Nämlich die Hauptdarstellerin, Rachel Bilson, die uns allen schon als verwöhnte Zicke Summer Roberts in "The OC" begegnet ist. In "Hart of Dixie" spielt Bilson die junge New Yorkerin, Dr. Zoe Hart. Sie ist eine sehr talentierte Ärztin und will ihrem Vater beruflich folgen und, genau wie er, erfolgreich als Herzchirurgin arbeiten. Doch wie das Leben so spielt, bekommt sie den Job, auf den sie alles gesetzt hatte, nicht und wird zu allem Übel auch noch von ihrem Freund verlassen. Und was macht Frau in so einer Situation? Normalerweise tonnenweise Eiscreme und Chips in sich hineinschaufeln, Dirty Dancing und Sex and the City schauen und zum Frisör gehen, um sich einen komplett neuen Haarschnitt verpassen zu lassen. Aber nicht, wenn man Zoe Hart heißt. Zoe geht einem Angebot nach, was sie bereits seit längerer Zeit immer wieder erhielt: Ein gewisser Dr. Harley Wilkes bietet ihr seit geraumer Zeit einen Platz in seiner Arztpraxis in Blubell, Alabama an. Als sie in dem kleinen, idyllischen Ort ankommt, stellt sie fest, dass Dr. Wilkes kürzlich verstorben ist und sie nun an seine Stelle tritt, um sich die Praxis mit Dr. Brick Breeland (Tim Matheson) zu teilem. Dieser ist nicht besonders begeistert, da er insgeheim gehofft hatte, dass er nun, nach Dr. Wilkes' Tod, als einziger Arzt konkurrenzlos für das gesundheitliche Wohl der Bewohner Bluebells verantwortlich sei.
Stars Hollow? Rosewood? Nein, Bluebell!
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A Propos Bluebell und seine Bewohner. Das ist etwas, was mir besonders an der Serie gefällt: Es erinnert mich sehr an eine meiner Lieblingsserien, "Gilmore Girls", die leider im Mai 2007 ihre letzte Folge ausstrahlte. Bluebell hat diesen gewissen Kleinstadtcharme wie Stars Hollow. Es herrscht ein harmonisches Kleinstadtleben, an einem Ort, wo sich jeder kennt. Ähnlich wie in Stars Hollow, gibt es in Bluebell außergewöhnliche (und oftmals ziemlich bescheuerte) Traditionen und Festlichkeiten, wie zum Beispiel die "annual Bluebell gumbo competition" oder der "annual Valentine's Day Sweetie Pie Dance". Auch die etwas sonderbaren, aber absolut liebenswerten Bewohner findet man in Bluebell und sie ziehen sich wie ein roter Faden durch alle Episoden.
Auch optisch betrachtet, werden aufmerksame Zuschauer schnell feststellen, dass ihnen Bluebell irgendwie bekannt vorkommt. Den Dorfplatz (oeben, mit Kirche und Gazeebo) dürfte uns nicht nur an Stars Hollow erinnern, sondern auch an Rosewood  aus der Serie "Pretty Little Liars". (Mehr zu den Kulissen erfahrt ihr z.B. hier.)
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Zoe Hart hat es anfangs absolut nicht leicht in der kleinen Stadt. Ihr schlagfertiges und selbstbewusstes Auftreten helfen ihr nicht immer, an Beliebtheit zu gewinnen und die Tatsache, dass sie aus der großen Stadt NYC kommt, kommt nicht bei allen Bewohnern von Bluebell gut an, so dass sie sich wohl oder übel dem Kleinstadtleben nach und nach ein wenig anpassen muss, um akzeptiert und gemocht zu werden. 
Dennoch gelingt es ihr mit ihrem Charme, ein paar Menschen zu begeistern und für sich zu gewinnen: Sie freundet sich schnell mit dem Bürgermeister und ehemaligen NFL-Star Lavon Hayes (Cress Williams) an. Auch ihr neuer Nachbar, Wade Kinsella (Wilson Bethel - Oh hallo, wo hast du vorher bloß gesteckt?!), Womanizer und Bartender im "Rammer Jammer" (quasi das, was in Stars Hollow "Luke's Diner" war), scheint sehr an der Ärztin interessiert zu sein. Und mit dem hübschen Anwalt George Tucker (Scott Porter) versteht sie sich von der ersten Minute, denn Zoe erinnert George an seine eigene Zeit in New York City, die er manchmal sehr vermisst. Nur Georges Verlobter, (und Dr. Breelands Tochter) Lemon Breeland (Jamie King), ist und bleibt Zoe ein Dorn im Auge. Sie sieht in ihr DIE große Konkurrentin schlechthin, in aller Hinsicht.  
Lavon Hayes - Wade Kinsella - Zoe Hart - George Tucker - Lemon Breeland
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Die Serie ist von dem gute-Laune-Gefühl und einem angenehmen Humor geprägt. Hin und wieder dürfen dramatische Ereignisse natürlich nicht fehlen, aber die Dramen zieht sich nicht so sehr durch die Episoden, wie man es von Serien wie "Gossip Girl" und "The OC" vielleicht gewohnt ist. Rachel Bilson ist meiner Meinung nach die perfekte Besetzung für Dr. Zoe Hart. Sie hat genau die Ausstrahlung, die ihre Rolle benötigt. Wer Angst hat, man müsse die ganze Zeit an Summer Roberts denken, den kann ich beruhigen. Ich hatte bisher nicht ein einziges Mal das Gefühl, dass Seth Cohen jeden Moment zur Tür herein kommen würde ;)
Endlich mal wieder eine neue und frische Serie, auf die ich mich die ganze Woche freuen kann ohne sich sorgen zu müssen, dass es von Episode zu Episode konfuser und schlechter wird. Schaut sie euch an, sie ist einfach klasse!
  • Start der Serie: 26. September 2011
  • Sendetermin: 9pm EST im Anschluss an Gossip Girl auf The CW - somit allerdings (noch!?) nicht in Deutschland
  • Interessant für Fans von: Gilmore Girls, The OC, Sweet Home Alabama  
  • HauptrollenRachel Bilson als Dr. Zoe Hart // Cress Williams als Lavon Hayes // Scott Porter als George Tucker // Jamie King als Lemon Breeland // Wilson Bethel als Wade Kinsella // Tim Matheson als Dr. Brick Breeland
Und wem die Infos noch nicht genügen, hier eine kleine Zusammenfassung in einem Clip - Aber: Spoiler Alert!

["Hinten rechts, da beim Gemüse!"]

Dienstag, 10. April 2012


Vorweg: Ich hoffe, ihr hattet alle ein schönes, langes Osterwochenende und habt mindestens genau so viel und lecker gegessenfressen wie ich. Diesen Beitrag habe ich bereits am Samstag geschrieben. Als ich ihn geschrieben habe, war ich innerlich aggressiv und unkontrolliert und hinterher hatte ich keine Zeit mehr, ihn noch mal nach Fehlern zu durchsuchen und zu bearbeiten. Das habe ich heute in einer Kaffeepause nachgeholt und jetzt ist er öffentlichkeitstauglich.

An alle jüngeren Leser unter euch, die noch nicht für den regelmäßigen Einkauf der Grundnahrungsmittel verantwortlich sind, hier ein kleiner, durchaus ernstzunehmender Rat von mir: Geht niemals heute einkaufen! Mit "heute" meine ich den Samstag zwischen Karfreitag und Ostersonntag, denn das ist einer der wenigen Tage im Jahr, an dem die Menschen einen besonders ausgeprägten Dachschaden haben und wie die Irren die Supermärkte stürmen, um ihre Hamsterkäufe zu erledigen.
Das war nichts Neues für mich. Und ich war so froh, dass ich nur noch ein paar Kleinigkeiten zu besorgen hatte. Kleinigkeiten, die so klein sind, dass sie in meine zwei winzigen Hände passen, und ich mich somit nicht mit Körbchen oder Einkaufswagen durch die Menschenmassen pressen musste. Leider hatte ich meine Rechnung ohne meine Mutter gemacht. Die hatte nämlich nichts besseres zu tun, als sich am Karfreitag bei einem Sturz mit dem Rad am Rücken zu verletzten (Gute Besserung!!) und daher ihren eigenen Hamsterkauf nicht selbst erledigen konnte.
Also begab ich mich mit einer kilometerlangen Einkaufsliste und einer bösen Vorahnung so früh es mir möglich war zu unserem Stammsupermarkt (Eigentlich wollte mein Freund mich begleiten, er hatte verschlafen schaffte es zeitlich aber nicht, also musste ich allein los. Aber was soll's, es gibt weitaus romantischere Dates, als ein gemeinsamer Nervenzusammenbruch in einem überfüllten Marktkauf!). Bereits auf dem Parkplatz ließ sich erahnen, was im Inneren des Ladens zu erwarten war. Überall Autos und viele davon hatten gelb-schwarze Nummernschilder. Ich habe absolut nichts gegen Holländer, aber die trudeln immer mit Kind und Kegel ein und blockieren dann gemeinschaftlich sämtliche Gänge.
Als ich mir einen Einkaufswagen schnappen wollte, ließ mir ein sehr freundlicher Mann ganz Gentleman-like den Vortritt (passiert einem in der heutigen Zeit auch nicht mehr all zu oft). Da fing es schon an: Mein Chip für den Einkaufswagen war in den Tiefen meiner Geldbörse verschollen und ich hatte nur 2€-Stücke, die nicht in den Wagen passten. Ich suchte und suchte, während der nette Mann geduldig neben mir wartete. Das machte mich langsam aber sicher nervös, wieso nahm er denn nicht einen Wagen aus den anderen Reihen neben uns? Leicht verlegen und aus dem Konzept gebracht, überließ ich ihm meinen potenziellen Wagen und ging an den Informationsschalter in der Eingangshalle, um eins meiner 2€-Stücke in zwei Einer wechseln zu lassen. Bewaffnet mit einem Wagen, meiner bzw. Mamas Einkaufsliste und einer gehörigen Portion innerer Unruhe durfte das Abenteuer dann beginnen. Ich war noch nicht einmal richtig im Einkaufsbereich, da ging es schon los. Omi ging vor mir spazieren. Wie bei den Holländern: Ich habe nichts gegen alte Menschen und ich habe vollstes Verständnis, dass sie für gewisse Dinge etwas mehr Zeit benötigen. Diese Situation war allerdings eine andere, denn neben ihr spazierte ihre (schätzungsweise) junge erwachsene Enkelin. Sie stützte ihre Oma nicht oder half ihr tragen oder lief durch die Regale, um Dinge von Omis Liste zu besorgen, nein, sie spazierten einfach nur so vor sich hin, zeigten hier und da in die Luft und guckten verträumt. Als sei das ganze hier nicht ein Supermarkt sondern ein Park mit Spazierwegen, bunten Blumen am Wegesrand, Vögelchen in der Luft und weit und breit keiner Menschenseele. "Hallo Leute, das ist hier Marktkauf und nicht Marktparkanlage!" hätte ich am liebsten gebrüllt, denn weder links noch rechts war es möglich, die zwei Spaziergängerinnen zu überholen. Aber ich bin natürlich einfach viel zu nett für diese Welt und versuchte es mit räuspern (zu leiste), hüsteln (noch immer nicht laut genug) und einem beinahe filmreifen Hustenanfall. Sie drehten sich um, sahen mich mitleidig an, nach dem Motto "Das arme Mädchen, krank an Ostern!" und gingen weiter, so dass mir (und der Karawane, die sich hinter mit gebildet hatte) nichts anderes übrig blieb, als in den nächstbesten Nebengang zu flüchten und einen anderen Weg einzuschlagen. 
Die ersten Gegenstände der Einkaufsliste landeten in meinem Einkaufswagen und es erleichterte mich ein wenig, dass die Anzahl der zu besorgenden Dinge schrumpfte. Ich war froh, dass ich auf dem Weg zum Supermarkt einen Energy Drink (eigentlich mag ich das Zeug ja nicht) getrunken hatte, denn sonst wäre ich vermutlich vor Müdigkeit und Erschöpfung bereits umgefallen und von Einkaufswagen überfahren worden. Meine langsam einkehrende innere Ruhe sollte aber nicht von langer Dauer bleiben. Das merkte ich, als ich den Gemüse- und Obstbereich erreichte. Der Bereich ist generell sehr eng und ich schiebe dort an normalen Tagen schon ungern mit einem Einkaufswagen durch die Gegend. Aber heute? Katastrophal wäre noch untertrieben. An allen Ecken standen herrenlose Einkaufswagen. Es war kein Durchkommen. Ich warf einen Blick auf die Liste: "Blumenkohl, Zitronen, frische Champignons, Möhren, Bananen". Zu viel, um es mit den bloßen (winzigen!) Händen in einem Ganz zum Wagen zu schleppen (ich bin von der Sorte "Lieber riskieren, alles fallen zu lassen, als zwei Mal zu laufen"), also musste ich mich mit dem Wagen durch das Chaos quälen. Im Nachhinein bereute ich sehr, dass ich nicht einfach mein Lebensmotto Nummer 1 mal kurz ignorieren, den Wagen in der Nähe platzieren konnte und mehrmals gelaufen bin. Nun ja, nach einem gefühlten Jahr war ich raus aus der Hölle und hatte nur noch einen kleinen Teil an Dingen auf der Liste. Dann klingelte mein Handy: Mama. "Kannst du mir bitte noch Biskin mitbringen, die kleine Packung, und Schmalz?" Meinetwegen, ich war quasi schon auf dem Weg - bis ich feststellte, dass sie mal wieder einiges umgestellt hatten. Also rief ich meine Mutter an und fragte, wo ich die genannten Sachen denn bitte finden würde. "Hinten rechts an der Wand, da beim Gemüse!" Das war nicht die Antwort, die ich hören wollte. Dieses Mal entschied ich mit dafür, den gut gefüllten Wagen einfach irgendwo in der TK-Landschaft stehen zu lassen und marschierte zurück in die Hölle. Schnell sah ich meine Zielobjekte, dennoch konnte ich nicht geradewegs zu ihnen stürmen, sondern musste mich, wie durch ein Labyrinth, unglaublich umständlich um die Gemüseablagen schlängeln. Zurück am Einkaufswagen bemerkte ich beim Blick auf meine Liste, dass ich, dass ich die "Lätta Joghurt" vergessen hatte. Die war quasi die Nachbarin von Biskin und Schmalz, also noch einmal zurück - ohne Wagen, versteht sich!
Innerlich brodelnd, wie der "Eyjafjallajökull" kurz vor seinem Ausbruch 2010, stand ich ungeduldig an der (meiner Meinung nach) kürzesten Schlange aller Kassen. Ich war zu wirr im Kopf, um darauf zu achten, ob es sich wirklich um die schnellste Kassiererin handelte und ehrlich gesagt, eine Erkenntnis, dass dem nicht so wär, hätte ich in dem Moment nicht mehr verarbeiten können.
Nachdem ich am Blumenstand noch eine weitere Ewigkeit anstehen musste, um meine weißen und roten Tulpen zu bezahlen, flitzte ich über den Parkplatz, stieg in mein Auto, steckte meinen Euro aus dem Einkaufswagen zurück in meine Geldbörse (wo ich natürlich direkt den besagten Chip fand!) und wollte gerade losfahren, als plötzlich aus heiterem Himmel ein Hagelschauer auf den Parkplatz herab prasselte! Menschen rannten panisch, ohne nach links und rechts zu schauen, zu ihren Autos oder eben in die andere Richtung, in den Laden. Mal wieder: kein Durchkommen. Also beschloss ich, in meiner Parklücke zu warten, bis sich die Wetterlage (und dementsprechend die Menschen) wieder beruhigt hatte(n). Das gefiel allerdings einem älteren Herren in seinem grauen Mercedes nicht, der mich wohl in mein Auto huschen gesehen hatte und bereits wild hupend darauf wartete, dass ich endlich meinen Parkplatz freigeben würde. Ich hatte mehr Angst vor dem Mercedes-Fahrer, als vor den verrückt herumrennenden Menschen, also machte ich mich fix vom Acker. Fix, naja das wäre wirklich übertrieben, kaum war ich aus meiner Lücke herausgefahren, stand ich auch schon im Stau. Stau auf dem Parkplatz in meiner Reihe, dann Stau an der Abfahrt zur Straße, dann Stau auf der Straße, bis hin zur nächsten Ampel. Erst als ich es über die grüne Ampel geschafft hatte, fühlte ich den Stress ein wenig abfallen denn ich hatte nur noch eine letzte Sache auf der Liste stehen: zwei "Bingo!"-Lose vom Kiosk in der Nähe. Und was dort passierte, das habe ich euch im Grunde schon einmal erzählt. Nachdem ich Ewigkeiten anstehen musste und endlich die "Bingo!"-Lose auf die Ladentheke legte: "Ausweis, bitte!". Der lag aber im Auto und dass ich 26 bin, wollte mir die gute Frau mal wieder nicht glauben, also musste ich wieder raus rennen, den Ausweis aus meiner Handtasche kramen, wieder rein rennen und dann hatte ich endlich, ENDLICH! alles, was ich besorgen musste. Nur meine Geduld und meine Nerven, die fehlten mir. Denn die hatte ich bereits vor Stunden "Hinten rechts, da beim Gemüse!" verloren.